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Smartes Arbeiten mit dem „Digitalen Schraubenschlüssel“

Digitalen Schraubenschlüssel
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Anwenderbericht in Fachzeitschrift KRAFTHAND-Truck 4-2018

Die Digitalisierung verändert die Arbeitsprozesse auch in der Nutzfahrzeug-Werkstatt. Vieles wird damit einfacher, schneller und effizienter.

Das Thema Digitalisierung ist in aller Munde. Doch wie kann eine Nutzfahrzeug-Werkstatt davon profitieren? KRAFTHAND-Truck hat sich mit Erich Puls von Autotechnik Puls in Mainburg unterhalten. Der Kfz-Unternehmer nutzt "Werbas blue" - und künftig sollen seine Werkstattmitarbeiter mit dem Smartphone als "Digitalen Schraubenschlüssel" arbeiten.

Erich Puls, Inhaber und Geschäftsführer von Autotechnik Puls im niederbayrischen Mainburg, will in absehbarer Zeit nicht nur eine „Werkstatt ohne Papier-Arbeitsauftrag“, sondern - auf gut niederbayrisch - auch ohne “unnütze Laufereien in der Werkstatt“. Denn derzeit verbringen seine Mechaniker einen nicht unerheblichen Teil ihrer Arbeitszeit unproduktiv, beispielsweise mit dem Gang zur Stempeluhr oder mit dem händischen Eintragen von Kunden- und Fahrzeugdaten. Darüber hinaus stört Puls, dass die Mitarbeiter des Betriebsbüros beim Abrechnen der Aufträge – insbesondere im Gewährleistungsfall, denn Autotechnik Puls ist nicht nur eine freie Werkstatt für Pkw und Nutzfahrzeuge, sondern auch Servicepartner für lveco, Rolfo und Lohr - immer wieder den Mechanikern hinterherlaufen müssen, um zu klären, warum die Differenz zwischen der vorgegebenen und der gestempelten Arbeitszeit wieder einmal so groß ist. Und obschon sein Betrieb gut organisiert und IT-mäßig zeitgemäß aufgestellt ist, will Erich Puls noch einiges verbessern.

Vielversprechende Pilotphase

Aus diesem Grund hat sich der Kfz-Unternehmer, der neben seinem Mainburger Hauptbetrieb auch noch einen direkt angebundenen „Zwei-Mann-Satelliten“ in Nürnberg betreibt, entschieden, jeden seiner Werkstattmitarbeiter mit einem Smartphone  auszustatten - und darauf die App „Werbas blue“ zu installieren. „Damit hat jeder Mechaniker Zugriff auf alle Daten und Informationen, die für seinen aktuellen Arbeitsauftrag wichtig sind“, konstatiert Puls.

Bei „Werbas blue“ handelt es sich um ein webbasiertes, betriebssystem- und hardwareunabhängiges mobiles Modul des schwäbischen Softwarespezialisten Werbas (www.werbas.de) für Smartphones und Tablets. Vorgestellt wurde es erstmals auf der Automechanika 2016 als praktische Ergänzung für die Werkstattmanagementsoftware, Werbas-Pkw und Werbas-Nfz - und seither permanent weiterentwickelt und mit neuen Features ausgestattet. Den lnput hierfür liefern laut Joachim Herwig, Entwicklungsleiter bei Werbas lnnotec, einem Tochterunternehmen der Holzgerlinger Softwareschmiede, unter anderem, „so innovative Werkstattbetreiber wie Erich Puls, die ihr Know-how und ihre Erfahrungen einbringen und uns so beim Optimieren unserer Produkte helfen“. In diesem Fall galt es, nicht zuletzt auf die Forderung von Puls, „alle Prozesse, die unmittelbar ans Fahrzeug gehören, in dem System abzubilden“.

Um zu überprüfen, ob dieses Ziel erreicht wurde, hat der Praktiker das System in einer rund halbjährigen Pilotphase in seinem Nürnberger Zweigbetrieb auf Herz und Nieren getestet - und ist nach eigenem Bekunden mit dem Ergebnis zufrieden. Deshalb bekommen nun auch alle sechzehn Werkstattmitarbeiter in seinem Hauptbetrieb ein eigenes „Werkstatt-Smartphone“ mit vorinstallierter, Werbas blue-App. Bedenken, dass es bei der Einführung Probleme geben könnte, hat Puls nicht: „Das System ist selbsterklärend und lässt sich intuitiv bedienen.“ Außerdem gibt es seit dem letzten, zur Automechanika 2018 vorgestellten Update „Werbas blue 2.0“ einen Prozessassistenten von dem aus sich alle wichtigen Funktionen starten lassen - bei Bedarf sogar per Sprachsteuerung. Neu sind auch die optimierte Suchfunktion und eine vereinfachte Benutzeranmeldung sowie die Möglichkeit, über das Scannen des polizeilichen Kennzeichens direkt auf in der Basissoftware „Werbas- Nfz“ bereits angelegte Aufträge zuzugreifen - oder dort auch mit wenigen Klicks neu anzulegen, etwa bei Neukunden, zu denen es noch keine Stammdaten gibt.

Optimierte Werkstattprozesse

Erich Puls erwartet von „Werbas blue“ nach eigenem Bekunden vor allem schlankere, effizientere Arbeitsprozesse, wobei die Zeitersparnis ,,durch das Gerenne zur Stempeluhr und beim Auftragsabrechnen" nur ein Ziel ist. Die Mechaniker können nämlich künftig mit dem Smartphone die Zeiterfassung direkt am Fahrzeug erledigen, Regiearbeiten differenziert zu den jeweiligen Arbeitsgängen stempeln und bei Auftragserweiterungen oder Problemen eine zum Abrechnen hilfreiche lnfo eintippen beziehungsweise mittels Sprachfunktion auch direkt aufsprechen. „Und die bislang umständliche Praxis, Fotos zur Dokumentation dem jeweiligen Auftrag zuzuordnen, etwa im Gewährleistungsfall oder zur Freigabe von Auftragserweiterungen, entfällt künftig auch, da der Mechaniker seine Kamera immer parat hat und diese Fotos mit einem simplen Klick ohne Zwischenspeichern direkt dem Auftrag zuordnen kann“ erläutert Puls, Und er als Chef habe per Smartphone nun jederzeit einen aktuellen Überblick über den jeweiligen Status der Werkstattaufträge - und bei Bedarf auch mobilen Zugriff darauf.

Hier geht es zum Original-Anwenderbericht von Klaus Kuss
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