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ZKF-Branchenbericht

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Zkf-Branchenbericht

„Tätigkeitsbereiche der Unternehmen entwickelten sich unterschiedlich“.

Sehr unterschiedlich entwickelten sich im Jahr 2016 die Betriebe des Karosserie- und Fahrzeugbauer-Handwerks, laut Branchenbericht des Zentralverbandes Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF). Während die herstellenden Karosserie- und Fahrzeugbauer mit sinkenden Umsätzen und fallendem Betriebsergebnis zu kämpfen hatten, verzeichneten die Fachbetriebe der Instandsetzung mehr Umsatz und ein leicht verbessertes operatives Ergebnis (EBITDA) durch Produktivitätssteigerungen. Ein weiteres Ergebnis: In den Betrieben werden wieder mehr Mitarbeiter beschäftigt. Hier sieht der Zentralverband jedoch die größten Herausforderungen der Branche, dieses positive Ergebnis langfristig zu erhalten.

Friedberg, 9. Februar 2018. Unterschiedlich zu betrachten sind die Ergebnisse des diesjährigen Branchenberichts: die Durchschnittswerte der teilnehmenden Unternehmen zeigten, dass die Karosserie- und Lackierbetriebe im Jahr 2016 Zuwächse beim Umsatz (+4,7 Prozent) auf über 1,6 Millionen Euro verzeichneten und ihr operatives Ergebnis um 7,8 Prozent auf rund 79.000 Euro vom Gesamtumsatz verbessern konnten. Weniger gut sah es bei den teilnehmenden Unternehmen im herstellenden Karosserie- und Fahrzeugbau aus – der Umsatz der in diesem Segment tätigen Fachbetriebe ging 2016 um durchschnittlich 3 Prozent auf 4,5 Millionen Euro zurück. Auch das operative Ergebnis lag mit durchschnittlich 40.000 Euro 61 Prozent unter dem Vorjahreswert. Thomas Aukamm, Hauptgeschäftsführer beim Zentralverband Karosserie und Fahrzeugtechnik, erklärt: „Der Fahrzeugneubau war 2016 im Gegensatz zur Entwicklung in der Fahrzeug-Reparatur rückläufig.“ Zudem sei die Betriebsleistung der produktiv Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen.

Schadenslenkung gewinnt weiter an Bedeutung

Der ZKF zeigt sich überzeugt, dass sich der bestehende Trend zur Schadenslenkung weiter fortsetzen und verstärken wird. „Versicherer, Flottenbetreiber und Leasinggesellschaften werden vor allem ihre Kaskoschäden weiter in die freien Fachbetriebe lenken bzw. lenken lassen, um von deren günstigen Kostenstrukturen zu profitieren“, ist sich Thomas Aukamm sicher. In der Karosserie-Instandsetzung und Lackierung sorgte die Schadenslenkung 2016 dafür, dass sich die Zahl der produktiven Mitarbeiter leicht um 4,3 Prozent erhöhte. 

Weniger Mitarbeiter in den Betrieben

Sowohl im herstellenden Fahrzeugbau als auch in der Instandsetzung beobachtete der Zentralverband 2016 einen leichten Anstieg bei den Mitarbeitern. „In Zukunft werden sich die derzeitigen Schwierigkeiten, qualifizierte Auszubildende und Fachkräfte zu finden, weiter verschärfen“, unterstreicht ZKF-Hauptgeschäftsführer Thomas Aukamm. Der Zentralverband geht davon aus, dass Unternehmen auf der Suche nach entsprechenden Fachkräften ihren Mitarbeitern höhere Löhne und geldwerte Zusatzleistungen bieten müssen. Der ZKF unterstützt die Unternehmen in Form von Nachwuchskampagnen aber auch mit Kooperationen von Jobbörsen.

Die Betriebe des herstellenden Karosserie- und Fahrzeugbaus beschäftigten 2016 durchschnittlich knapp 37 Mitarbeiter, 24 von ihnen waren produktiv tätig. Die Personalkosten betrugen im betrieblichen Durchschnitt 1,4 Millionen Euro, also 31 Prozent des Gesamtumsatzes. Die Reparaturfachbetriebe beschäftigten im Durchschnitt 16 Mitarbeiter, davon zehn produktive Arbeitskräfte. Der Anteil der Personalkosten lag leicht unter dem Vorjahreswert bei 612.930 Euro und ging geringfügig auf 37,6 Prozent des Gesamtumsatzes zurück. 

Plus bei den Stundenverrechnungssätzen im reparierenden Karosserie- und Fahrzeugbau

Die Stundenverrechnungssätze, die der Zentralverband im Bundesgebiet ermittelt, unterliegen starken Schwankungen hinsichtlich der Unterschiede zwischen Großstädten und eher ländlichen Gebieten. Durchschnittlich lag der Stundenverrechnungssatz für die Karosserie-Reparatur im herstellenden Karosserie- und Fahrzeugbau 2016 bei 78,81 Euro (2015: 79,03 Euro), in der Karosserie-Instandsetzung bei 98,11 Euro (2015: 96,35 Euro) sowie bei 104,63 Euro (2015: 100,54 Euro) für Lackierarbeiten ohne Materialeinsatz. 

Zum Bericht

Der Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) ist der Berufs- und Wirtschaftsverband für rund 3.500 Unternehmen des Karosserie- und Fahrzeugbauer-Handwerks mit Sitz in Friedberg/Hessen. Er stellt in seinem jährlich erscheinenden Branchenbericht die wichtigsten Kennzahlen zur Entwicklung der Betriebe für den Karosserie- und Fahrzeugbau vor. Diesem Branchenbarometer 2016 liegt eine im Herbst 2017 durchgeführte Umfrage bei den Mitgliedsbetrieben zugrunde. Der Bericht gibt Auskunft über die Situation in der Branche getrennt nach herstellendem Karosserie- und Fahrzeugbau sowie Karosserieinstandsetzung und Lackierung. Der ZKF-Branchenbericht 2016 kann im Internetauftritt www.zkf.de unter „Leistungen“ heruntergeladen werden.

Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF)
Der ZKF in Friedberg (Hessen) ist der Berufs- und Wirtschaftsverband für die Unternehmen des Karosserie- und Fahrzeugbaus mit 3.500 Betrieben, ca. 48.000 Beschäftigten und rund 3.900 Auszubildenden. Im Jahr 2016 erzielte der deutsche herstellende und reparierende Karosserie-und Fahrzeugbau einen Umsatz von 6,5 Mrd. Euro. Weitere Informationen unter www.zkf.de und www.autounfall.info.

Übrigens, die WERBAS AG ist Fördermitglied beim ZKF.

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