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Erich Puls-Autotechnik

Ein Anwenderbericht über Erich Puls-Autotechnik in der Fachzeitschrift kfz-betrieb

Eine Werkstattsoftware sollte die Prozesse so abbilden, dass die Anwender möglichst wenig Aufwand mit Recherche, Eingabe und Pflege von Daten haben. Wie die neue Generation des cloudbasierten Programms Werbas.blue diesen Anspruch erfüllt.

Wenn es um die Entwicklung einer neuen Software geht, sind gerade die langjährigen Anwender die besten Pilothandler. Folglich hatte der Holzgerlinger Softwarespezialist Werbas aIs „Tester“ keine bessere Werkstatt finden können als die freie Kfz-Werkstatt Puls. Der Mainburger Betrieb, der sich mit seinen 21 Mitarbeitern auf den Service an und die Reparatur von Pkws und Lkws spezialisiert hat, nutzt seit aber 30 Jahren Werbas-Software und konnte folglich wertvolle Impulse für die neu entwickelte Werkstattsoftware Werbas.blue 6.0 liefern - die cloudbasierte Version der klassischen Werbas-Software. Werbas-Vorstandschef Harald Pfau ist stolz darauf, dass die Pilotphase systemtechnisch völlig reibungslos verlaufen sei: „Werbas.blue arbeitete ab der Version 6.0 ohne Medienbrüche und Latenzzeiten mit der Desktop-Software Werbas zusammen“ erklärt er.

Der Vorteil für den Anwender: Er hat auf Laptop, Tablet und sogar auf dem Handy denselben Softwareumfang zur Verfügung wie auf dem Rechner im Büro. Ob er mit dem Kunden an der Hebebühne eine Direktannahme macht, ein Fahrer zu einem Panneneinsatz fährt oder ein Fahrzeug beim Kunden zu Hause abholt – die volle Bandbreite der Anwendung steht überall zur Verfügung. So ist die Anlage eines Auftrags genauso möglich wie die Teilesuche und Teilebestellung über eingebundene Ersatzteilkataloge oder die Nutzung von fahrzeugspezifischen Serviceplänen für die herstellerkonforme Wartung und Reparatur von Fahrzeugen. Jeder Prozessschritt eines Auftrags lässt sich entweder am Rechner im Büro oder mobil erledigen – je nachdem, wie es am besten in die Arbeitsabläufe der Werkstatt passt.

Vom Server in die Cloud

Die freie Wahl hat der Anwender auch beim Ort der Datenspeicherung: entweder auf dem eigenen lokalen Server im Betrieb oder in der Cloud-Lösung von Werbas.blue. Auf die Verarbeitungsgeschwindigkeit der Daten oder die Nutzung der Anwendungen habe das keinen Einfluss, sagt Harald Pfau.

Betriebsinhaber Erich Puls und sein Sohn Valentin, der im Betrieb die IT-Projekte umsetzt, bestätigen das: „Wir haben so gut wie keine Zeitverzögerungen zwischen der Arbeit auf den Servern im Haus und aus den Cloud-Servern heraus bemerkt“ sagt Valentin Puls. Mittelfristig sollen alle Daten des Betriebs in der Cloud landen. Drei Gründe nennt der Chef dafür: Die eigene Serverlandschaft ist veraltet, die Cloud bietet eine sichere, redundante und zentrale Datensicherung und der Inhouse-Datenspeicherung droht bei Einbruch oder Feuer Totalverlust.

AIs Cloud-Anbieter setzt Werbas dabei auf den Hallstadter Kooperationspartner Centron. Das Unternehmen erfülle strenge Anforderungen an Technik und Datensicherheit „und ganz wichtig: die Daten liegen auf Cloud-Servern in Deutschland“, ergänzt Harald Pfau.

Drivelog als neuer Partner

Auch für andere Neuerungen seiner cloudbasierten Software kooperiert der Holzgerlinger Softwarespezialist mit anderen Unternehmen: So findet jeder Anwender in seiner Werbas-Programmmaske künftig einen Button von Drivelog. Dahinter verbirgt sich eine reine B2B-Plattform für die Vermarktung von Originalersatzteilen. Die Macher der Plattform, die OE Germany Handels GmbH und deren Tochterfirma Added Value, haben über 15 Jahre Erfahrung im Teilegeschäft. Einen Namen hat man sich vor allem mit OE Teilen für Lkws, insbesondere Motorenteile, gemacht.

Schwerpunkt des angestrebten Sortiments auf der Drivelog-B2B-Plattform sollen ebenfalls OE-Teile für Pkws und Lkws namhafter Teilehersteller und einiger Teilegroßhandler sein. Europaweite Preisvergleiche und Ersatzteilbeschaffung sowie ein nach Beschaffungszeit gestaffeltes einfaches Preismodell sollen die Drivelog-Plattform für Werkstatten attraktiv machen. Derzeit bietet man nach eigenen Angaben über 450.000 verschiedene Teilepositionen an und baut das Sortiment kontinuierlich aus

Kalkulationssystem integriert

Werbas.blue-Anwender dürfte vor allem die komfortable Ersatzeilsuche auf OE-Nummern-Basis freuen. Hierzu integriert das Softwarehaus ab sofort in alle Anwendungen kostenlos das Kalkulationssystem Gtmotive. Der Katalog arbeitet zur genauen Teile-Identifikation und -auswahl wie andere bekannte Datensysteme auch mit Explosionsgrafiken der Automobilhersteller: „Im Gegensatz zu anderen Systemen funktioniert Gtmotive auf allen Endgeräten, auch dem Smartphone“, sagt Pfau. Im Katalog ausgewählte Teile übernimmt Werbas.blue automatisch in den laufen den Auftrag und ermöglicht aber die Anbindung von Ersatzteilkatalogen des Handels die Teilebestellung auf Basis von OE-Daten.

Für den korrekten Einbau der Teile sorgt die in die Software integrierte Schnittstelle zu MacsDia, der im Mai vorgestellten digitalen Assistenzsoftware von Hella Gutmann Solutions. Über diese kann der Anwender schnell und einfach fahrzeugspezifische digitale Serviceplane nach Herstellervorgaben herunterladen, einem offenen Auftrag zuordnen und den Plan dann Schritt für Schritt abarbeiten. Auf Wunsch und gegen Gebühr landet der abgearbeitete und von der Werkstatt signierte Serviceplan zudem automatisch in den digitalen Wartungsheften der Automobilhersteller und sichert damit den Nachweis des herstellerkonformen Fahrzeugservices.

„Unsere Motivation bei der Entwicklung ist es, Zeitaufwand und Fehlerrisiken bei den Werkstattprozessen zu minimieren. Dabei steht immer die Frage im Vordergrund, ob die digitale Nutzung für den Arbeitsablauf sinnvoll ist. Ob wir von der digitalen Werkstattkarte, der Zeiterfassung oder der Ersatzteilidentifikation und –bestellung sprechen, aus der Digitalisierung müssen sich immer Optimierungen für die Werkstatt ergeben“ resümiert Pfau.

Redakteur: Frank Schlieben

Fragen an die Redaktion: Julia Mauritz. Redakteurin (0931/418-2835 / julia.mauritz@vogel.de)
„Das mobile Arbeiten wird in einem Kfz-Betrieb immer wichtiger. Werbas wird diesem Trend mit seiner neuen Softwaregeneration gerecht.“

Quelle: kfz-betrieb 48-49
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